Liebe KjGler*innen,

unser alltägliches Leben war selten so eingeschränkt wie in der aktuellen Situation. Wir alle tragen einen Beitrag dazu bei, die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Wir alle mussten in den letzten Wochen auf Gruppenstunden, Ferienfreizeiten und Arbeitskreis-Treffen verzichten. Da noch nicht absehbar ist, wie sich die aktuelle Situation in den nächsten Monaten entwickeln wird, stehen wir vor vielen Unsicherheiten. Um euch einen Überblick über die Auswirkungen auf unsere Angebote zu liefern und euch bei der Entscheidungsfindung zu helfen, melden wir uns nochmal bei euch.

Auf Grund der von Bund und Land getroffenen Entscheidungen sind wir für die Veranstaltungen des Diözesanverbandes zu folgenden Entscheidungen gekommen:

• Bis zum Ende der Sommerferien führen wir keine Veranstaltungen mit Übernachtungen durch.
• Bei allen Veranstaltungen, welche wir eventuell in Zukunft durchführen dürfen, achten wir verstärkt auf den Infektionsschutz. Wie das genau aussieht, hängt von den Beschlüssen von Bund und Land ab. Klar ist, dass wir das Risiko einer Infektion bei einer KjG-Veranstaltung ausschließen wollen.
• Unsere digitalen Angebote werden ausgebaut und um bewegungsintensive Aktionen ergänzt.

Der Weg zur Normalität wird ein längerer sein und wir wollen uns als Diözesanverband der Situation aktiv stellen. Uns ist bewusst, dass damit der Traum von bspw. der Auszeit in Schweden oder anderen Ferienlagern platzt, aber wir sehen keine Möglichkeit diese durchzuführen. Wir halten es für wichtig, jetzt nach Alternativen zu suchen, damit wir im Sommer den Kindern und Jugendlichen auch großartige Erlebnisse mit der KjG bieten können.

Als KjGler*innen auf Lager verzichten zu müssen, ist quasi unvorstellbar, aber leider geht es dieses Jahr nicht anders. Noch haben wir die Chance, das Beste aus der kommenden Zeit zu machen und Vorreiter*innen in dieser außergewöhnlichen Zeit zu sein.

Ihr fragt euch jetzt sicher: Wie wird das alles finanziert? Im BDKJ NRW wurde beschlossen, dass nicht selbstverursachte Storno-/Ausfallkosten komplett abrechenbar sind. Das genaue Vorgehen ist dabei unkonkret, da man auf alle Einzelfälle eingehen möchte. Im Anhang findet ihr einen Vordruck, den ihr bspw. für eure ausgefallenen Osterangebote nutzen könnt. Diese Regelung gilt vorerst nur bis zum 31.05., wird dann aber überarbeitet und verlängert werden.

Hier ein paar Hinweise:
• Ihr müsst nachweisen können, dass ihr die Ausfallkosten minimieren wolltet. Schreibt deswegen mit den Häusern, Zeltplätzen etc. nur per Mail oder bestätigt euer Telefonat mit einer Art Ergebnisprotokoll.
• Falls ihr unserem Beispiel nicht folgen wollt und weiter abwarten wollt, achtet auf Stornofristen und bedenkt, dass ihr damit bewusst ein Risiko eingeht. Oben genannte
finanzielle Sicherheit können wir nicht garantieren. Wir geben uns aber natürlich Mühe euch bestmöglich zu unterstützen.
Bei Fragen könnt ihr euch weiterhin bei uns melden.
• Am 1. Mai wird von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr ein digitales Pfarrleiter*innen-Treffen stattfinden. Dort gibt es Informationen zu neuen Angebotsformen und ihr habt die Möglichkeit detailliertere Fragen zu stellen. Die nötigen Informationen für das Online-Meeting erhaltet ihr von eurer*m zuständigen Referent*in.

Wir wissen, dass die ganze Situation für euch wahnsinnig anstrengend ist und euch viel abverlangt, das geht uns genauso. Aber gleichzeitig sind wir sicher, dass auch ihr euch der großen Verantwortung bewusst seid, der wir uns als Verband jetzt stellen müssen. Wenn wir das gemeinsam tun, wird es für alle einen vernünftigen Weg durch die Krise geben – und eine Perspektive für die Zeit danach.

Eure Diözesanleitung
Andreas, Christian, Veronica und Yannick

Schreiben an die Ortsgruppen

Beleg Ausfallkosten_KJP Corona