Folgende Stellungnahme wurde auf der Diözesankonferenz im November 2018 der KjG Aachen beschlossen:

Wir nehmen wahr, dass in der aktuellen kirchenpolitischen Debatte, rund um das Thema sexuellen Missbrauch, gezielt versucht wird, Homosexualität zu kriminalisieren. Mit fadenscheinigen Argumenten wird versucht einen Kausalzusammenhang zwischen Missbrauch und Homosexualität herzustellen. Wir verurteilen jegliche Hetze gegen und die Diskriminierung von Homosexuellen.

In der KjG geben wir solchen Positionen keinen Raum. Die KjG setzt sich für eine Kirche ein, in der alle Menschen, unabhängig ihrer sexuellen Identität, die gleichen Teilhabechancen haben und in der unterschiedliche Lebensentwürfe diskriminierungsfrei möglich sind.

Wir erwarten, dass in einer Kirche, die sich auf Jesus Christus beruft, den oben genannten Positionen kein Raum gegeben bzw. diesen auch seitens der Bistumsleitung entschieden entgegengetreten wird. Unsere Bistumsleitung ist nicht nur auf Grund der internationalen Äußerungen Adressat, sondern auch, da diese Personen, wie beispielsweise Athanasius Schneider in Herzogenrath und damit in unserem Bistum, in der Kirche auftreten.

Die Diözesanleitung wird beauftragt diese Stellungnahme in den BDKJ, sowie den Diözesanrat zu tragen und sie im Anschluss dem Bischof zukommen zu lassen.

Begründung:

Unter folgenden Links findet ihr Artikel, auf denen unsere Wahrnehmungen unter anderem beruhen:

http://kath.net/news/64651

https://derstandard.at/2000074121554/Ex-Weihbischof-Laun-vergleicht-Segen-fuer-homosexuelle-Paare-mit-Segen

https://www.queer.de/detail.php?article_id=24444

https://www.domradio.de/themen/ehe-und-familie/2015-12-09/bischof-oster-homosexualitaet-ist-nicht-zwingend-angeboren

https://www.queer.de/detail.php?article_id=25202

Hier findet ihr einen Artikel zu einer Studie zum Thema „Rechte Hetze durch Christen“:

http://www.fr.de/politik/netzteufel-endzeitszenarien-praegen-hetze-rechter-christen-a-1506948