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Gustavo Salgado Ramirez Haus
Das Bildungshaus der KJG Aachen befindet sich im Eifelort Steckenborn und liegt etwas abgelegen am Waldrand (Hechelscheid).
Auf dem großen Gelände stehen drei einzelne Häuser, die mit insgesamt 38 Schlafplätzen ausgestattet sind. Deshalb sind unsere Häuser sowohl für große als auch für kleine Gruppen attraktiv.
In Haus 1 und 2 befinden sich jeweils 16 Betten, Haus 3 hat sechs Betten.
Jedes Haus kann separat angemietet werden.
Die sehr gut ausgestattete Küche und der Speiseraum in Haus 2 sind für große Gruppen ausgelegt.
Zusätzlich befindet sich in Haus 3 ein großer Saal, in dem sich auch Fernseher und HiFi-Anlage befinden.
Neben Ein- und Zweibett-Zimmern findet man in den Häusern 1 und 2 auch Gruppenschlafräume für vier bzw. sieben Personen.
Auf dem weitläufigen Außengelände befinden sich ein Kinderspielplatz, eine Fußballwiese, eine Tischtennisplatte, ein Kicker sowie eine große Feuerstelle und ein Naturspielplatz.
Wer ist Gustavo Salgado Ramirez?
Das KJG-Bildungshaus wurde am 30. Januar 1999 nach unserem Freund Gustavo Salgado Ramirez benannt, der am 4. November 1992 in Bogotá, Kolumbien, in seinem 45. Lebensjahr "verschwand".
Das "Verschwindenlassen" ist eine besonders niederträchtige Menschenrechtsverletzung, die staatlicherseits dazu eingesetzt wird, missliebige Personen zu beseitigen.
Gleichzeitig werden ihre Angehörigen und ihr soziales Umfels damit terrorisiert, dass es keine Informationen darüber gibt, ob die "verschwundene" Person überhaupt noch lebt, entführt wurde, in Haft ist, gefoltert wird oder bereits ermordet wurde.
Von unserem Freund Gustavo fehlt seit 1992 jede Spur und jedes Lebenszeichen.
Seine Frau und seine drei Töchter vermissen ihn sehr und würden alles dafür geben, zu erfahren, was mit Gustavo geschah.
Aus den Umständen seines Verschwindens lässt sich auf eine Beteiligung des staatlichen kolumbianischen Geheimdienstes "DAS" schließen.
Seit dem 23. November 1992 läuft eine Klage gegen den kolumbianischen Staat, die von seiner Frau angestrengt wurde. Deshalb wurde auch sie Ziel von Bedrohung und Verfolgung.
Wir unterstützen unsere kolumbianischen Partnerinnen und Partner bereits seit 1985 in ihrem gewaltlosen Kampf für die Menschenrechte und wirkliche Demokratie in ihrem Land, das als eines der gewalttätigsten der Erde gilt. Seit 1992 haben wir unser Engagement verstärkt.
Wir schließen uns dem Motto der lateinamerikanischen Organisation der Angehörigen der "Verschwundenen" (ASFADES) an:
"Lebend habt ihr ihn uns genommen, lebend wollen wir ihn zurück."
Wir sind nicht so naiv zu glauben, dass Gustavo noch lebt, aber wir fordern mit seinen Angehörigen und kolumbianischen Freundinnen und Freunden die lückenlose Aufklärung seines "Verschwindens" und die gerechte Bestrafung der Verantwortlichen, ihrer Auftraggeber und deren Hintermänner.
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